Unendliche Schritte

So viele Jahre, vergangen, 
Der Weg, der früher überschaubar war,
Wer weiß noch, ob er endet
und ob er jemals gangbar war?

Mein alter Freund,
Der Mond,
Strahlt seine Kühle
In die Nacht,
Mit Nebel vor dem Mund.

Meine Sehnsucht,
Die lange ohne Namen ist,
Sie wogt in mir,
Wie reife Weizenfelder,
Sie hat mich ausgetrunken,
Wer weiß,
Was noch geblieben ist?

Meine Jahre,
Mit unendlichen Schritten bestückt,
Zerlaufen zeichenlos,
In Liebe.

Voll Zartheit ist mein Herz,
Endlos bestückt von Gefühlen,
Und ich steh auf, 
Wie so oft,
Mache mich auf den Weg, 
Den unendlichen, den ich gehe,
Wie im Schlaf,
Wie hellwach.

Wünsche mir,
Dass ich dich treffe, 
Schon bald, 
Dass unsere Herzen
Wie die Augen Verliebter
Verschmelzen in unendlicher Geduld.

So viele Jahre schon
Auf dem Weg, 
Wie soll ich wissen,
Wo das endet?

Uwe Vamdev Franz

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