Fasching/Fasnacht/Karneval 2019 im Schlössle

(SCHON EIN WENIG)

Yoga-Üben bewahrt vor großem Leid


In der Bhagavad Gita, einem der zentralen Yogatexte, gibt es die Aussage, dass es auf dem Yogaweg nie Rückschritt gibt, und auch ein wenig Mantrawiederholung, Meditation oder Studium zu großer Lebenserleichterung führt.

Für mich als jemand, der so viele Jahre seines Lebens Yoga praktiziert hat, ist das eine wundervolle Aussage. Anders als in vielen anderen Lebensbereichen gibt es im Yoga keine „Bestrafung“, wenn man wenig praktiziert. Mehr noch, deine Praxis trägt immer Früchte. Zum ersten Mal hörte ich das, als ich noch sehr jung war und so richtig glauben konnte ich das nicht. Vom Sport her war ich gewohnt, dass nur mit sehr viel Mühe und Schweiß irgendetwas zu erreichen ist. Und wenn du nicht weiter an deine Grenzen gehst, dann baust du alles Erlernte, Erreichte wieder ab.

Heute ist mir klar, dass keine Praxis im Yoga vergeblich ist. Zu jeder Zeit kannst du sie wieder aufnehmen, deine eigene Übung steht für dich bereit. Du musst nicht immer wieder von vorne anfangen. Es gibt noch andere Aspekte dieses Verses in der Bhagavad Gita, die es wert sind, genauer unter die Lupe genommen zu werden. Denn „wunderbare“ Heilung vom Auf und Ab des Lebens, ohne dass man praktiziert, gibt es auch nicht.

In unserer Kultur ist der Karneval oder Fasching eine Zeit der freudigen Ausgelassenheit, des närrischen Treibens, denn das Licht kehrt zurück (wenn auch nur langsam). Es passt zu unserem Thema, zum Yoga im Allgemeinen. Ich habe auf diesem Weg gelernt, dass Lebensgenuss und Yogapraxis keinen Widerspruch darstellen und dass Lachen zum Yoga gehört, wie bei uns der Frühling nach dem Winter kommt.

Viele Menschen, die in der westlichen Spiritualität aufgewachsen sind, sind geprägt von Begriffen wie sündhaftem Genuss und sündiger Freude. Geistiges Leben ist voller Tiefe, voller Ernsthaftigkeit, und vielleicht noch voll himmlischer Freude.

Im Yoga können diese Worte „Sünde“ und „Genuss“ nicht auf ein und dem gleichen Weg existieren. Wer nicht genießen kann, ist unwissend, wer sich nicht freuen kann, ist Opfer seiner alten Geschichten. Und wenn's zu ernst wird, dann ist immer das Ego im großen Stil am Drücker :-).

Die Kurstage südlich von Ulm im Schlössle (was für eine treffende Bezeichnung dieses Seminarhauses!), wo wir zum ersten Mal außerhalb der Osterfeiertage sein können, erforschen diesen Aspekt von Yoga: Wie kann auch ein wenig Üben schon vor großem Leid schützen? Wie kann ich meinen Alltag genießen, meine Freude ausdehnen, in alle Bereiche meines Lebens? Wie kann ich immer entspannter durchs Leben gehen?

zu den Daten >>> english

 
de/veranstaltungen_in_deutschland.txt · Zuletzt geändert: 2019/01/27 11:56 von uwe