Tipps zur Vertiefung der eigenen Yoga- und Meditationspraxis

Räumlichkeit

Suche dir, wenn irgend möglich, einen Platz in deiner Wohnung (deinem Haus), den du nur für deine Yoga- und Meditationsübungen verwenden wirst. Sollte das nicht möglich sein, dann stelle dir einen Meditationsplatz (Decke/Teppich, Kissen/Hocker) zusammen, den du jeden Tag (wenn du willst, mit einer Zeremonie) neu aufbaust, in der gleichen Art und Weise Atmosphäre schaffen. Wenn möglich, brenne ein Räucherstäbchen (einfache, natürliche Düfte sind am besten: Sandelholz (Chandan) oder Nag Champa (ein Blütenöl aus Indien) ab oder zünde eine Duftlampe (reines ätherisches Öl) an. Versuch dir einen Ablauf zurechtzulegen, der, regelmäßig zelebriert, in dir mit der Zeit Meditation auslöst, auch wenn du dich noch gar nicht hingesetzt hast.


Zeit

Mein Meister sagte immer, »jede Zeit ist eine gute Zeit für die Meditation«. Aber, da der Mensch sich gerne an regelmäßige Abläufe gewöhnt, bringt es Erleichterung, wenn wir unseren eigenen Zeitraum finden. Hierzu gibt es zwei Möglichkeiten:

* Zeitpunkt

Wenn du ein sehr regelmäßiges Leben hast, dann mag es am besten für dich sein, jeden Tag zur selben Zeit zu üben. Der Morgen hat den Vorteil, dass der Verstand vom Nachtschlaf noch sehr ruhig ist und schneller zur Ruhe kommt. Aber auch der Abend ist gut geeignet, wenn du dir den Zeitraum freihalten kannst.

* Ereignis

Wenn du ein eher unregelmäßiges Leben hast, wie das heute immer öfter vorkommt, dann kopple deine Praxis an ein mit Sicherheit regelmäßig wiederkehrendes Tagesereignis, wie zum Beispiel das Aufwachen und das Schlafengehen. Diese beiden Aktivitäten passieren jeden Tag, auch wenn nicht immer zur gleichen Zeit. Du könntest also deine Praxis gleich nach dem Aufstehen oder vor dem Insbettgehen legen, wann auch immer das ist.

* Wie lange?

Das liegt wirklich bei dir. 30-60 Minuten am Tag scheinen für die meisten von uns gut zu sein. Wenn du 60 Minuten üben kannst, dann wären 25 Min. Yogaübungen, 5-10 Min Mantrasingen (so, wie wir das im Workshop gemacht haben) und 25 Min. Meditation eine gute Aufteilung. Wenn du weniger Zeit hast, dann kürze einfach deine Yogaübungen und die Meditation entsprechend. Die Zeit für das Singen würde ich beibehalten.

Wenn du länger meditieren willst, über 90 Min. pro Tag, dann wirst du größere Veränderungen in deinen Lebensalltag einbringen müssen. Wenn du das vorhast, kontaktiere mich doch persönlich.

Am besten misst du deine Meditationszeit mit einer Methode außerhalb von dir: entweder du meditierst mit einer CD (die du auf eine bestimmte Zeit einstellst) und/oder mit einem Wecker. Sich dabei auf das innere Gefühl zu verlassen, ist nicht so gut, weil der Verstand mit allen möglichen Gründen ankommen wird, warum du jetzt schon genug hat, warum du jetzt aufhören solltest, etc. Also, nimm dir die Zeit, mach dich frei für diese Zeit und höre erst auf, wenn die vorher festgelegte Zeit vorbei ist.

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de/vertiefung_der_eigenen_yoga-_und_meditationspraxis.txt · Zuletzt geändert: 2010/06/15 14:33 (Externe Bearbeitung)